wenn ich räuchermischungen herstellte, mischte ich die zutaten jeweils in einer grossen klangschale. und da die pflanzen und harze schon mal in der klangschale waren, konnte ich sie ja auch gleich noch mit klang veredeln. für mich war es gefühlsmässig immer eine veredelung, ein poetischer akt, und so kam auch mein selber hergestelltes kräuter-blüten-salz in die klangschale – einfach, um etwas abzurunden. aus meinem alltags-kräuter-blüten-salz wurde ein blütenklangsalz. 

im zusammenhang mit dem entwickeln der blütenklangsalze habe ich mir die frage gestellt, ob sich die veredelung in der klangschale womöglich mit bildschaffenden methoden zeigen liesse. die ergebnisse des labors für bildschaffende methoden in deutschland haben gezeigt, dass dem so ist. 

erstaunlich daran finde ich, dass selbst getrocknete blüten noch auf den– musikalischen – impuls reagieren, bei der steigbildmethode reagiert sogar das gesamtprodukt – die blüten zusammen mit dem salz. ich erwähne, dass es sich um einen musikalischen impuls handelt, weil man zunächst davon ausgehen könnte, dass die vitalisierung in der klangschale aufgrund des rhythmischen rührens erfolgt. die vom verstorbenen hellmut finsterlin betriebene ätherforschung legt jedoch nahe, dass es der rhythmus des musikalischen ist, der nicht nur ins gefüge von organischen, sondern selbst von mineralischen substanzen eingreift. hier öffnet sich ein spannendes forschungsfeld, das ich mit meinem "gesamtkunstwerk" lediglich am rand berühre. 

mit der steigbildmethode nach wala wurde das blütenklangsalz n°1 - nachtkerze, ohne vitalisierung in der klangschale (rechts) sowie mit vitalisierung in der klangschale (links) untersucht. 

zusammenfassend kann gesagt werden, dass durch die behandlung des blütensalzes in der tibetischen klangschale eine verstärkung des blütenhaften, organischen stattfindet. oder anders: es sind die blüten, die auf die schwingung in der klangschale reagieren und so im gesamtprodukt zu einer veredelung beitragen. 

mit der steigbildmethode nach wala wurden danach lediglich die (getrockneten) nachtkerzenblüten untersucht. rechts die nicht vitalisierten nachtkerzenblüten, links die in der klangschale vitalisierten nachtkerzenblüten. auch hier zeigen sich durch die behandlung in der klangschale ausgeprägtere formstrukturen. insgesamt sind die ergebnisse der bilder, die lediglich die blüten ohne salz darstellen,  differenzierter, da nur organisches material untersucht wurde.

mit der kristallisationsbildmethode wollte ich zunächst das vitalisierte blütenklangsalz n°1 - nachtkerze untersuchen lassen, was jedoch kein brauchbares ergebnis brachte. im gegensatz zur steigbildmethode, wo die verschiedenen stoffe nacheinander aufsteigen und einzeln ihre spuren hinterlassen, zeigt sich im kristallisationsbild das gesamtbild. das organische der blüten konnte sich bei dieser methode nicht durchsetzen. im bild ist die struktur von getrockneten, vitalisierten nachtkerzenblüten zu sehen. auch ohne vergleich fasziniert der blick ins innere der nachtkerzenblüte und lässt mich über das leben staunen, das bis ins feinste gefüge unglaublich differenziert ist. kristallisationsbilder sind für mich ausdruck der poesie des lebens.